Marc de Vries, Geb. 1967 in Naarden (Niederlande)

Schon als Kind suchte Marc de Vries nach verschiedenen Möglichkeiten sich bildlich auszudrücken. Neben seinen schulischen Verpflichtungen entdeckte er schon früh das Zeichnen und Skizzieren für sich. Inspiriert von der farbenfrohen Kleidung seiner Mutter fertigte er in 1988 eine Serie von Farb- und Stoffcollagen, wobei er grelle Farben und verschiedene Materialen benutzte. Weder seine direkte Umgebung noch seine Erziehung oder seine Familie entfachten wirklich das Verlangen nach künstlerischen Streben in de Vries. Da war lediglich dieser spontane Drang sich auszudrücken ,als Kunst jedoch sah Marc de Vries dieses Schaffen nicht an. Betrachtet man jenes Frühwerk, werden drei Aspekte deutlich, die kennzeichnend in allen späteren Kunstwerken wiederkehren. Der erste Aspekt ist seine extrem grelle Farbkombinationen - oder im Gegensatz dazu das Fehlen jeglicher Farbe in seinem Werk. Wie mühelos sein Werk in relativ schneller Zeit kommerziellen Erfolg aufweist, kann als zweiter Aspekt gesehen werden. Dies zeigt sich zum einem in seiner Zusammenarbeit mit Leonard, einem renommierten französischen "Haute-Couture"-Haus. Eine Zusammenarbeit, die die Aufmerksamkeit der lokalen Presse auf sich zog. Zum anderen zeigt sich dieser Erfolg auch in der Verkaufsstatistik seiner Ausstellungen in Galerien und in den vielen Wandgemälden, die de Vries als Auftragskünstler um die halbe Welt reisen lies. Der dritte und letzte Aspekt ist die konstante Veränderung in der Wahl von Materialen und die Suche nach neuen Medien für und in seinem Werk.

Ab 1989 besuchte Marc de Vries die "Hoge School voor Kunsten" (Kunsthochschule) in Utrecht. 1992 zog er nach Amsterdam, um an der "Rietveld"-Akademie Theatergestaltung und Artdirection zu studieren. Während dieser Ausbildung wurde sehr schnell deutlich, über welch einzigartiges Talent de Vries verfügt. Das zeigt sich in der besonderen Art seiner Kunstwerke. Hierbei muß jedoch hinzugefügt werden, dass die Motivation für seine Arbeitsweise niemals aus dem Bedürfnis kam , "anders" oder "originell" zu sein. Wenn er kritisch sein Werk betrachtete, das er seinerzeit vielleicht noch nicht als Kunst, sondern lediglich als Umsetzung seiner Ideen sah, war er selbst vom Resultat überrascht. Jedoch sah er nicht, was an seiner Arbeit so einzigartig bzw. besonders war.

Während seines Studiums und auch später - von 1994 bis 1997- arbeitete Marc de Vries bei verschiedenen TV-Sendern Als Assistant Artdirector und als Set-dresser. In 1997 gründete er einen Ein-Mann-Betrieb für seine Wandgemälde. Daneben entwarf er in dieser Zeit auch Messestände und Interieur. Hierdurch hatte er die Möglichkeit , seinen eigenen Stil zu entfalten und gleichzeitig viel mehr über verschiedene Kunstformen, Stile und Techniken zu lernen. Über seine Technik kann man sagen, dass diese in Richtung Kunsthandwerk oder auch Kunstgewerbe gehen. 1994 gestaltete Marc de Vries farbenfrohe Fotocollagen und Installationen in den Schaufenstern des Amsterdamer Clubs "de IT", was wiederum die Öffentlichkeit aufs sein Werk aufmerksam machte. Die lokale Presse war erneut voll des Lobes von Marc de Vries.

Der Zwang, die Wünsche seiner Auftragsgeber - seinen sie auch noch so interessant- immer respektieren und ihnen nachgeben zu müßen, ließ den Drang in ihm wachsen, seinen eigenen persönlichen Stil weiter zu entwickeln und zu verfeinern. Jedoch gerade die Erfahrung mit verschiedenen Auftragsarbeiten bewogen de Vries dazu, an einer Serie "freier" Werke zu beginnen, die sogar er - selbstkritisch wie immer- als Kunst bezeichnet.

2001 wählte de Vries für eine Serie von Gemälden mit sensuell "freien" Formen des menschlichen Körpers Acryl auf Baumwolle ( Serie "ASS IF"). 2003 folgte eine Serie, in der Details des menschlichen Gesichtes bzw. Körpers zu sehen sind ( Serie "DETAILS"). 2007 griff de Vries zurück auf gemischte Techniken, die er in verschiedenen Serien verarbeitete ( Serien "CUNST" und "WHITE"). Gegenwärtig arbeitet Marc de Vries außer mit Acryl und Öl mit verschiedenen Materialien wie Schaumgummi, Papier und Blattgold. Bezeichnend für sein Werk ist die stets anwesende Sensualität, auch in seinen abstrakten Werken.


Ausstellungen:

2010 Rariteitenkabinet Boris serie "CUNST" Amsterdam
2009 Rariteitenkabinet Boris series "White" and "Rembrandt" Amsterdam
2008 GoGallery serie "Deal or no Deal" Amsterdam.
2007 GoGallery serie "CUNST" Amsterdam.
2003 GoGallery serie "Details" Amsterdam.
2002 GoGallery Zomer Expositie Amsterdam.
2001 Reisende galerie Vertrek en Verblijf Amsterdam.
2001 De Trap serie "Ass If" Amsterdam.
1991 Couture LEONARD Antwerpen.
1990 Bergers Interieurs Berkel en Rodenrijs.
1989 Broring Interieurs Hilversum.
1988 Scorpio Bussum.


Übersicht Werk:

Wandgemälde:

- Kinky Kappers Haarlemmerdijk Amsterdam Niederlande
- Questhouse Boutique Manolo, Kapstadt Südafrika
- Restaurant Jocabi Roquetas de Mar Spanien
- Go Gallery Amsterdam Niederlande
- Club Nutsville Antwerpen Belgien
- Verzorgingshuis "Bloemendaal" Baarn Niederlande
- Torture Museum Amsterdam Niederlande
- It Discotheek Amsterdam Niederlande
- Acteer opleiding De Trap Amsterdam Niederlande
- Spectacular Eyewear Utrecht Niederlande
- Café de Havelaar Amsterdam Niederlande
- Housewives on Fire Antwerpen Belgien
- Casino Apeldoorn Niederlande
- World Fashion Center Amsterdam Niederlande
- Café de Engel Amsterdam Niederlande
- Club Lost & Found Helsinki Finland
- Housewives on Fire Amsterdam Niederlande
- Keesing International Publishers Amsterdam Niederlande
- Grand-café Wildschut Amsterdam Niederlande
- Backdoor Amsterdam Niederlande
- Restaurant Gilbert's Roquetas de Mar Spanien
- FOX reizen Nieuw-Vennep Niederlande
- Restaurant Marmara Ibiza Spanien
- Verschiedene private Auftraggeber in die Niederlande und Weltweit.


Freies Werk:

1988 Series "Collages" - combined techniques - based on Haute Couture from house "Leonard"
2001 Series "Ass if" - acrylic on cotton - large sized paintings
2003 Series "Details" - oil on canvas - painted details from statues of human bodies
2007 Series "Cunst" - combined techniques
2007 Series "White" - statues and works in different sizes made from styrofoam
2008 Series "Deal or no Deal" - combined techniques - sequel to the series "Cunst"
2008 Series "Colors" - acrylic on cotton
2008 Series "Delft Blue" - acrylic on cotton